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Orthopädie am Gürzenich
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Cranioman­dibuläre Dysbalance

(CMD)

Die craniomandibuläre Dysbalance ist eine Fehlfunktion des Kiefergelenks. Fast alle Patienten haben eine stark verspannte Kaumuskulatur. Eine craniomandibuläre Dysbalance kommt häufig vor und tritt vor allem bei 20- bis 40-Jährigen erstmals auf. Frauen sind öfter betroffen als Männer. 

Beschwerden entstehen, wenn wir uns festbeißen

Der Kiefer hält viel Spannung in unserem Körper. Neben dem kräftigen Kaumuskel setzen hier auch Muskeln aus Kopf, Hals und Schulter an. Fehlfunktionen des Kiefergelenks können darum zu Störungen der Muskulatur in vielen Bereichen führen.

Ursache und Symptom gleichzeitig

Ein verspanntes Kiefergelenk kann Unwohlsein und Beschwerden im ganzen Körper auslösen. Gleichzeitig reagiert der Kiefer auf körperliche sowie psychische Spannung, indem er sich anspannt. Die craniomandibuläre Dysbalance kann also Ursache und Symptom gleichzeitig sein.

Viele Ursachen

Die Erkrankung kann durch körperlichen oder psychischen Stress entstehen – und solchen wiederum auslösen. Ihre Ursachen sind vielfältig, unter anderem:

  • Verändertes Bissverhalten durch Zahnausfall, falsch sitzende Zahnbrücken, Kronen oder Inlays
  • Verlagerungen der Knorpelscheibe in der Kiefergelenkpfanne (Diskusverlagerung)
  • Medizinische Eingriffe im Kopf-, Nacken- oder Halsbereich
  • Verletzungen von Halswirbelsäule oder Kiefergelenk
  • Ischiasreizungen in der Lendenwirbelsäule (Lumbalgie)
  • Fehlstellungen wie Beckenschiefstand
  • Gelenksentzündungen (Polyarthritis)
  • Fehlhaltung im Alltag
  • Stress (psychosoziale Ursachen)

Häufige Beschwerden

Ebenso wie die Ursachen sind auch die Symptome der Krankheit vielfältig. Viele Patienten leiden unter Schmerzen in Kaumuskel und Kiefer und können den Mund nur noch eingeschränkt öffnen. Sie haben Probleme, den Kopf frei zu bewegen, es kommt zu Kopfschmerz, Migräne oder Schluckbeschwerden.

Die craniomandibuläre Dysbalance sorgt oft für Muskelverspannungen im Kopf-Hals-Schulterbereich. Halten diese länger an, können sie zu Fehlhaltungen, chronischen Wirbelsäulen-, Sehnen- und Muskelbeschwerden führen. Die Schmerzen strahlen aus in Mund und Zähne, Kopf und Gesicht, Nacken, Schultern oder Rücken

Weitere Beschwerden können sein: 

  • Gesichtsasymmetrien
  • Knacken/Reiben der Kiefergelenke beim Öffnen oder Schließen des Mundes
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Ohrenschmerzen
  • Probleme der Augen / Seheinschränkung
Diagnostik

Zunächst führen wir ein ausführliches Anamnesegespräch. Da eine craniomandibuläre Dysbalance oft mit Stress und außergewöhnlichen psychischen Belastungen verbunden ist, ist es wichtig, dies offen anzusprechen. Es folgt eine körperliche Untersuchung, die sich nach Ihren individuellen Beschwerden richtet sowie gegebenenfalls  Bildgebung im Sinne von Röntgenbildern oder einer Kernspintomografie (MRT). Sollte eine zahnärztliche oder kieferorthopädische Mitbehandlung notwendig sein, nutzen wir unser kompetentes Netzwerk und vereinbaren für Sie zeit- und ortsnah Termine.

Therapie

Für eine ganzheitliche Therapie nutzen wir individuell zusammengestellte Methoden der Schul- und Alternativmedizin. Eine craniomandibuläre Dysbalance können wir als Orthopäden meist nicht allein therapieren, sondern im Netzwerk mit spezialisierten Zahnärzten, Kieferorthopäden und Physiotherapeuten.

Es ist wichtig zu wissen, ob eine Stressproblematik vorliegt, um geeignete Maßnahmen zum Stressabbau zu ergreifen. Wenn Stress der Auslöser der craniomandibulären Dysbalance ist, muss eine erfolgreiche Therapie hier ansetzen. Oft sind dann weitere komplizierte zahnärztliche Maßnahmen nach professioneller Stressbewältigung nicht mehr notwendig.

 
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Orthopädie am Gürzenich Stadthaus am Gürzenich · Große Sandkaul 2 · 50667 Köln
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