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Orthopädie am Gürzenich
Orthopädie am Gürzenich
Beweglichkeit wiederherstellen

Chronische Achillessehnenruptur

Die Gründe für chronische bzw. veraltete Achillessehnenrupturen sind vielfältig: nicht erkannte oder rechtzeitig behandelte akute Achillessehnenrisse, erneute Risse (Rerupturen) nach einer bereits erfolgten Erst-OP oder einer konservativen Behandlung, bzw. zwar rechtzeitig diagnostizierte aber primär nicht erfolgreich konservativ oder operativ therapierte akute Risse.

Gründe hierfür kann eine fehlende „Spannung“ der Sehne sein. Die Kontinuität der Achillessehne ist zwar intakt, aber die ursprüngliche funktionelle Länge und somit die ungestörte Kraftübertragung der Wade auf den Fuß fehlt. Daraus resultieren „ausgeleierte“ Sehnen (Elongationen) oder sogar Rerupturen. In diesen Fällen ist eine Achillessehnen-Verlängerung funktionell genauso zu behandeln wie ein Riss.

Ein weiterer Grund für einen chronischen Riss ist die Entstehung einer Achillessehnen-Tendinose. Hierbei bedingt der chronische Verschleiß (Degeneration) die Verdickung der Sehne, die schmerzhafte Beschwerden verursachen kann.

Tendinose der Achillessehne:

Überlastung und somit auch Schädigung der Achillessehne entsteht durch eine hohe Belastungsintensität oder eine eingeschränkte Belastbarkeit. Das kann aus Stoffwechselstörungen, chronischen Infekten und Entzündungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente resultieren. Fehlbelastungen im Rahmen von Fußfehlstellungen oder funktionelle Defizite der Muskel-, Sehnen-, und Gelenkstrukturen des Fußes können ebenfalls zu Achillessehnenschädigungen führen. Auch schlechte Sportschuhe haben einen großen Einfluss auf die Art der Achillessehnenbelastung,

Beschwerden

Die Patienten klagen in der Regel über eine Funktions- und Krafteinbuße beim Abrollen der Ferse oder beim Zehenspitzenstand. Im Unterschied zum akuten Achillessehnenriss tastet man durch die Bildung von Vernarbungen eine Lücke oder Kontinuitätsunterbrechung der Sehne nur selten.

Therapie

Die operative Behandlung ist hier die Therapie der Wahl. Primäres Therapieziel ist hierbei die Rekonstruktion der korrekten Achillessehnenlänge und somit die Wiederherstellung der Kraft und Funktion.

Je nach Anzahl der Vor-OPs, der Gewebsqualität der Sehne und der Größe des Sehnendefektes muss jedoch mit einer gewissen Krafteinbuße gerechnet werden!

Grundsätzlich können zwei Arten von Rekonstruktionstechniken unterschieden werden

  1. Rekonstruktionen mit eigenem Achillessehnengewebe wie z. B. die Umkehrplastik. Dabei wird ein Sehnenstreifen aus den oberen Sehnenanteilen gewonnen, nach unten geklappt und somit der Sehnendefekt überbrückt
  2. Rekonstruktionen mit anderen Sehnen z. B. der langen Großzehenbeugersehne.

Letzten Endes ist die operative Therapie chronischer Achillessehnenrisse keine Standardtherapie und sollte immer individuell an den Patienten und den jeweiligen Befund angepasst werden.

Nachbehandlung

Unmittelbar nach der Operation sollte bereits mit der Physiotherapie begonnenen werden. Gleichzeitig erfolgt die kurzzeitige Ruhigstellung durch eine individuell angefertigte vordere Unterschenkelgipsschiene in Spitzfußstellung sowie die Entlastung durch Unterarmgehstützen.

Nach ein bis zwei Wochen kann dann die zügige Vollbelastung ohne Unterarmgehstützen im Therapieschuh anschließen. Ab der sechsten postoperativen Woche schließen Kräftigungs- und Koordinationsübungen im Rahmen einer Erweiterten Ambulanten Physiotherapie (EAP) an.

Die Hauptaufgabe der Physiotherapeuten besteht darin, den Heilungsprozess zu unterstützen und die Rehabilitation zu optimieren. Unter Berücksichtigung der persönlichen Wünsche und sportlichen Ziele des Patienten wird ein individuelles Aufbauprogramm erarbeitet.

Kombinierbare Verfahren

Eigenbluttherapie

ACP (autologes conditioniertes Plasma)

Der seit einigen Jahren auf dem Vormarsch befindliche orthobiologische Therapieansatz bietet vielversprechende Möglichkeiten. Die Therapie von Gewebsdefekten der Achillessehne, vor allem im schlecht durchbluteten mittleren Drittel, stellt eine große Herausforderung dar.

Die konservative Behandlung von Teilrissen mittels ACP verkürzt nicht nur die meist lange Heilungszeit, sondern führt auch zu einer funktionell guten Achillessehnenqualität.

EOT (Orthokin)

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Eigenbluttherapie und speziell zur nicht-operativen Behandlung von Teilrissen der Achillessehnen mit ACP.

Akupunktur

Hierbei werden bestimmte Akupunkturpunkte mit Nadeln stimuliert, um energetische Blockaden zu lösen. Der Energiefluss des Körpers wird angeregt und das Ungleichgewicht von Organsystemen wieder ausgeglichen.

Weiterführende Informationen

Mehr Informationen zum Thema „Funktionelle Nachbehandlung nach operativer Versorgung einer Achillessehnenruptur“ haben wir für Sie zusammengefasst:

Und hier können Sie das Behandlungsschema abrufen.

Nachbehandlung PDF


 
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Orthopädie am Gürzenich Stadthaus am Gürzenich · Große Sandkaul 2 · 50667 Köln
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